Prüfungsfragen der Überprüfung vom Oktober 2016, Teil 1
HPPO009

Erläuterungen dazu kannst du in meinem Podcast anhören.

Frage 1

Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen treffen zu?
Verschiedene körperliche Erkrankungen können mit Symptomen einer Panikattacke einhergehen. Hierzu zählen

  • Hyperthyreose
    (2) Hypoglykämie
    (3) Koronare
  • (4) Zerebrales Anfallsleiden
  • (5) Asthma

□ A Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 2, 3, und 4 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig

Lösung: E

Frage 2

Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zur Schizophrenie treffen zu?

(1) Bei der medikamentösen Therapie mit Neuroleptika können im Sinne unerwünschter Arzneimittelwirkungen Parkinson-ähnliche Symptome auftreten
(2) Die kognitive Verhaltenstherapie hat sich als unterstützende Behandlungsmöglichkeit bewährt
(3) Arbeits- und Beschäftigungstherapie sind Bestandteile im Rahmen der stationären Therapie
(4) Im Gegensatz zu den Suchterkrankungen hat sich die Soziotherapie bei der Schizophrenie nicht bewährt

(5) Differentialdiagnostisch sind unter anderem organisch bedingte Psychosen zu beachten.

□ A Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig.

Lösung: C

Frage 3

Mehrfachauswahl. Welche der genannten Formen bzw. Ursachen einer Demenz kommen in Deutschland am häufigsten vor? – Wählen Sie zwei Antworten

□ A Vaskuläre Demenz
□ B Demenz bei Creutzfeldt-Jakob-Krankheit
□ C Demenz bei Chorea Huntington
□ D Demenz bei HIV Krankheit
□ E Demenz bei Alzheimer Krankheit

Lösung: A & E

Frage 4

Einfachauswahl. Welche Aussage trifft zu?
Beim autogenen Training (AT)

□ A wird der Patient vom Therapeuten hypnotisiert
□ B werden demenzbedingte Gedächtnisstörungen deutlich gebessert
□ C können unwillkürliche Körperfunktionen beeinflusst werden

□ D soll die Herzfrequenz deutlich ansteigen

□ E werden die Muskeln zunächst für einige Sekunden maximal angespannt und anschließend schrittweise entspannt

Lösung: C

Frage 5

Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zur Binge-Eating Störung (BES) treffen zu

(1) Die Erkrankung tritt überwiegend in Verbindung mit einer psychotischen Erkrankung auf.
(2) Charakteristisch sind wiederkehrende Essanfälle über einen Zeitraum von mehreren Monaten
(3) Die Erkrankung wird typischerweise von Scham und Schuldgefühlen begleitet
(4) Psychische Faktoren spielen bei einer Entstehung der Erkrankung eine wichtige Rolle
(5) Durch gegensteuerndes Verhalten (Erbrechen, Hungerperioden) besteht meist ein deutliches Untergewicht.

□ A Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig.

Lösung: C

Frage 6

Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zu alkoholbedingten Störungen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten

□ A Ein Delirium tremens bessert sich in der Regel rasch durch hochdosierte Vitamin C (Ascorbinsäure)-Gabe

□ B Die Wernicke-Enzephalopathie beruht auf einem Vitamin B1 (Thiamin)- Mangel
□ C Spider naevi (Spinnennävi, Gefäßsternchen) auf der Haut sind ein möglicher Hinweis auf eine Leberzirrhose

□ D Die Alkoholhalluzinose ist gekennzeichnet durch ausgeprägte vegetative Symptome und Orientierungsstörungen

□ E Die Suizidrate ist bei Alkoholkranken eher geringer als bei der Normalbevölkerung

Lösung: B & C

Frage 7

Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Antriebssteigerung ist ein typisches Symptom bei

(1) agitierter Depression

(2) hebephrener Schizophrenie
(3) Stimulanzieneinnahme
(4) manischer Episode,
(5) Hypothyreose

□ A Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig.

Lösung: B

Frage 8

Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zur Zwangsstörung treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten

□ A Für die eindeutige Diagnose sollten die Symptome mindestens zwei Monate lang nachweisbar sein
□ B Zwangsgedanken treten weit überwiegend bei Frauen auf

□ C Die Zwangsgedanken werden vom Betroffenen als unangenehm erlebt
□ D Die Zwangsgedanken werden als von außen eingegeben erlebt

□ E Der Krankheitsbeginn liegt meist in der Kindheit oder im frühen Erwachsenenalter

Lösung: C & E

Frage 9

Aussagenkombination. Welche der folgenden Aussagen zum schizophrenen Residuum (nach ICD-10 treffen zu?

(1) Beim schizophrenen Residuum handelt es sich um die depressive Phase nach Abklingen der akuten Episode einer Schizophrenie

(2) Vorherrschend sind paranoid-halluzinatorische Phänomene

(3) Charakteristisch sind eine psychomotorische Verlangsamung sowie die Vernachlässigung der eigenen Körperpflege
(4) Mehrere „negative“ Symptome waren während der vorangegangen 12 Monate vorhanden
(5) Im Rahmen der Differentialdiagnose sollten eine Demenz oder eine chronische Depression ausgeschlossen werden

□ A Nur die Aussage 1 und 5 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig
□ E Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig

Lösung: D

Frage 10

Einfachauswahl. Ein 76-jähriger Patient klagt beim Hausarzt wiederholt über Symptome wie Erschöpfung, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und Verstopfung. Körperliche Erkrankungen konnten ausgeschlossen werden. Welche psychische Störung kommt am ehesten in Frage

□ A Sogenannte depressive Pseudodemenz

□ B Dysthymie

□ C Bipolare affektive Störung
□ D Larvierte (maskierte) Depression

□ E Histrionische Persönlichkeitsstörung

Lösung: D

Frage 11

Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zu Essstörungen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten

□ A Der Erkrankungsbeginn einer Anorexia nervosa liegt im Durchschnitt bei 10 Jahren
□ B Die Prognose einer Anorexia nervosa ist günstiger als bei Bulimia nervosa einzuschätzen
□ C Der Erkrankungsgipfel bei Bulimia nervosa liegt zwischen 15 bis 35 Jahren
□ D Die Langzeitletalität der Anorexia nervosa liegt bei etwas 5-20%
□ E Anorexia nervosa tritt nach dem 40. Lebensjahr nicht mehr auf

Lösung: C & D

Frage 12

Aussagenkombination. Welche der folgenden Zuordnungen zwischen psychischer Erkrankung und klinischen Symptomen treffen zu?

(1) Konversionsstörung – pseudoneurologische Symptome
(2) Somatisierungsstörung – multiple, organisch nicht begründbare Symptome
(3) Anhaltende Schmerzstörung – Schmerzen und Behinderungsgrad unverhältnismäßig zu objektivierbarer organischer Läsion
(4) Neurasthenie – überwertige Krankheitsfurcht
(5) Körperdysmorphe Störung – überwertiges Gefühl der Hässlichkeit

□ A Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig
□ B Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig
□ C Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig
□ D Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig
□ E Alle Aussagen sind richtig.

Lösung: D

Frage 13

Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zur akuten Belastungsreaktion (nach ICD-10) treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten

□ A Es handelt sich um eine vorübergehende Störung von beträchtlichem Schweregrad
□ B Es muss kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen einer ungewöhnlichen Belastung und dem Beginn der Symptome vorliegen

□ C Die Symptome klingen im Allgemeinen erst nach mehreren Monaten wieder ab
□ D Die Symptomatik zeigt ein gemischtes und wechselndes Bild und beginnt typischerweise mit einem anfänglichen Zustand von Betäubung
□ E Die Störung beginnt schleichend über einen Zeitraum von mehreren Wochen

Lösung: A & D

Frage 14

Mehrfachauswahl. Welche der folgenden Aussagen zu Rauschdrogen und psychotropen Substanzen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten

□ A Cannabis kann psychotische Symptome, einschließlich Horrortrips, auslösen
□ B Cannabis führt zu einer Steigerung der Aktivität und langfristigen Leistungsverbesserung
□ C Keine bekannte Droge wirkt direkt oder indirekt auf das vegetative Nervensystem
□ D Alkohol kann beruhigend, spannungslösend und angstabbauend wirken
□ E Zur Diagnose eines schädlichen Gebrauchs muss nach ICD-10 eine Toleranzentwicklung vorliegen

Lösung: A & D

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